Mittwoch, 17. August 2016



Es gibt hier auf den Toiletten in den Sportstätten sogut wie nie Seife und das finde ich ein bisserl grauslich. Auch wenn ich glaube, dass auch hier das IOC die Hände im Spiel hat, ist das bei näherer Betrachtung doch nachvollziehbar. Es ist einfach sehr unwahrscheinlich, dass man gerade in Rio daran stirbt, wenn man sich nicht die Hände gewaschen zu hat. Außerdem haben wir nicht einmal Schwimmwesten auf dem Boot. Die BBC hat eigene, gebrandete Westen. Nur so nebenbei.



Rund um den weißgewandeten Christo Redentor haben sich auch heute wieder zahlreiche Touristen versammelt.


Wir wissen bis heute nicht, in welchem Stock wir wohnen.



Es gibt gute Nachrichten. In der Anlage hat das erste Geschäft geöffnet. Morgen werden wir versuchen herauszufinden, was sie dort verkaufen wollen.



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Die Olympic Lane. Das Herzstück aller Olympischen Spiele. Gesperrt für den allgemeinen Verkehr. Dafür hassen sie uns. Man kann sich vorstellen, was passiert, wenn man mit 100km/h an einer stehenden Kolonne vorbeifährt und sich auf einmal einer denkt: Mir reichts, ich nehme die Olympic Lane. 

Die Essenssituation.

Das Plastikfrühstück

Nach etwa drei Tagen haben sie beim Frühstück komplett auf Plastik umgestellt. Zuerst gab es große Teller. Gab man die Eierspeise darauf, rutschte sie aufgrund der dünnen biegsamen Teller gleich wieder zurück ins Buffet. Nun gibt es sehr kleine stabile Teller von etwa 15cm Durchmesser. Aber auch die wandern natürlich in den Müll. Um den Obstsalat, den einzigen Lichtblick, muss man kämpfen. Selbstverständlich muss man sich zu Stoßzeiten anstellen, da es für tausende MedienvertreterInnen nur vier kleine Frühstücksräume gibt.  Lunchboxen sind mittlerweile rar. Sie beinhalten oft ein Erdbeerdrinkjogurt, einen Erdbeermüsliriegel und einen Erdbeersaft. Genau in dieser Kombination. 




Auf den Venues, dort wo die Bewerbe abgehalten werden, gibt es für Medienvertreter genau das zu trinken. Die Getränkepreise liegen 100% über denen draußen und sie sind natürlich ausnahmslos von Coca Cola. Auch das minderwertige Coca Cola Wasser kostet umgerechnet etwa 3.50€. Dazu völlig überteuerte Snacks. Alternativen gibt es keine. Außer man nimmt sich etwas vom Plastikbuffet mit.




Die einzige Möglichkeit auf dem Gelände der Marina Wasser zu trinken. Auf portugiesisch steht da: Genug getrunken.






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